Basler Trommel von admin
Die Basler Trommel, eine Zweifell-Trommel, zählt zur Gruppe der Schlaginstrumente. Ihre Bezeichnung ist auf ihren Ursprungsort Basel zurückzuführen. Als Tambouren bezeichnet man die Spieler der Basler Trommel.
Zwei entweder aus Kalbshaut oder Kunststoff bestehende Felle sind über die Zarge der Trommel gespannt. Angenehmer zu spielen sind zwar Naturfelle, sie sind jedoch insofern nur eingeschränkt bespielbar, als die Bespielbarkeit ausschließlich bei trockener Witterung möglich ist. Die Stimmung der Trommelfelle erfolgt durch das aus Kunststoff oder Hanf bestehende, unter Spannung zusammen gehaltene Trommelseil. Zunächst bestand die Zarge aus Holz. Später wurde sie aus witterungsbeständigem Messing gefertigt. Inzwischen greift man wieder auf die Fertigung aus Holz zurück, sowohl aus optischen Gründen als auch des deutlich besseren Klanges wegen. Zudem ist die Holzzarge leichter. Aus Messing hergestellte, zumeist verchromte Zargen, sind überwiegend, auf die heraldischen Farben des Basler Schwarz und Weiß verweisend, mit filetierten Reifen in schwarz-weiß versehen. Meistens in Naturfarben gehalten sind hingegen Holztrommeln. Der Durchmesser einer Basler Trommel beträgt etwa 40 bis 41 cm, selten auch 43 cm. Trommeln mit größerem Durchmesser erzeugen zwar einen besseren Klang, sind aber bedeutend wartungsintensiver, insbesondere, wenn die Bespannung aus Naturfellen besteht.
Neben aus unverchromtem Messing hergestellten Zargen wird auch Aluminium eingesetzt, in neuerer Zeit auch Karbonfaser.
Ihr typischer rasselnder Klang wird über das auf der Außenseite über die acht Trommelsaiten führende Fell erzeugt. Zur Vermeidung eines Nachklingens, des so genannten Singens, wird mittels eines Dämpfers das Schlagfell gedämpft.
Die älteste, aus dem Jahr 1571 stammende und noch erhaltene Basler Trommel ist im Basler Musikmuseum zu betrachten.
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