Mrz
10

Wild schlagen abwechselnd die Hände und Finger des Trommlers, dem so genannten Bongocero, auf die kleinen, mit Fell bezogenen, runden Trommeln. Rassige Rhythmen dringen durch den Raum und bringen die Zuhörer fast zwangsläufig dazu, sich mit zu bewegen. Die Rede kann nur von den aus Kuba stammenden Bongos sein. Die Bongos sind kleine Trommeln, die es immer nur paarweise gibt, das heißt, sie sind in der Mitte miteinander verbunden. Das Bongo-Paar hat zwei unterschiedliche Größen, wobei man die kleine Ausgabe der Trommel „macho“ nennt, was im Spanischen übrigens weniger negativ behaftet „Männchen“ heißt. Die größere Bongo nennt man „hembra“, also Weibchen. In der Regel liegt der Durchmesser dieser mit Kalbshaut oder Ziegenleder bespannten Percussion-Instrumente bei 15 cm bis 25 cm. Inzwischen gibt es auch Bespannungen mit Kunststoff. Um die Bongos zu spielen, setzt man sich zunächst hin und klemmt sie sich zwischen die Knie. Dann werden diese Trommeln meistens mit den Fingern und bloßen Händen gespielt, nur ab und zu auch mal mit Schlagstöckchen. Die Verwendung von Schlagstöcken und Hölzern erzeugt einen ganz anderen Klang, als ein Schlag mit der Hand oder mit den Fingern und macht die Bongos noch abwechslungsreicher. Die Bongos kennt man vor allem aus der rassigen Salsa-Musik, worin sie eine sehr auffällige Rolle spielen, weil sie dort oft für Solo-Passagen eingesetzt werden. Aber auch im Jazz, Pop, Soul und Latin trifft man auf das kleine Trommelpaar. Wer Bongos spielen möchte, braucht vor allem ein gewisses Gefühl für Rhythmus – die verschiedenen Schlagtechniken kann man mit etwas Übung dazu lernen.

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